Panda-Luxus „Made in Spain“

Loewe Panda-Kollektion. @ at

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Der Große Panda ist in China so beliebt wie kein anderes Tier. Mit seinem einzigartigen Aussehen und friedlichen Wesen begeistert er Jung und Alt und ist ein Garant für Rekorde. Für Zoos sind die bambusfressenden Säugetiere als Besuchermagnet ein wahrer Segen. Aber auch für volle Kinokassen sind sie gut, so wurde Kongfu Panda 3 in China zum erfolgreichsten Animationsfilm aller Zeiten. Das Nationaltier Chinas ist selbst im diplomatischen Auftrag für sein Heimatland unterwegs – Mao Zedong verschenkte erstmals 1972 ein Pandabärenpaar für den Washingtoner Zoo an Richard Nixon und leitete damit die sogenannte Panda-Diplomatie ein. Ungezählte Mengen an Pandas verlassen das Land darüber hinaus in Form von Massensouvenirs.

Für Chinas reichen Mittelstand zeigt sich der Panda auch luxuskompatibel, wie aktuell das Schaufenster der spanischen Traditionsmarke Loewe (罗意威, luo yi wei) im noblen Jing An Kerry Centre in Shanghai belegt: elegante Panda-Taschen, Schuhwerk in charakteristischem Schwarz & Weiß und modische Accessoires präsentieren sich in entsprechendem Bambusambiente. Die seit 1996 zur LVMH Gruppe gehörende Firma Loewe geht zurück auf einen aus Kassel stammenden Spanieneinwanderer namens Heinrich Loewe Rössberg. 1872 tat er sich mit zwei Madrilenen zusammen, die bereits seit 1846 eine Werkstatt für Pelz- und Lederwaren betrieben, und eröffnete unter seinem Namen Loewe das erste Verkaufsgeschäft für Lederwaren in Madrid. Seit 1905 erfolgten Lieferungen an den spanischen Königshof. Heute gibt es weltweit über 200 Geschäfte, wobei der Shanghaier Flagship Store der größte außerhalb des Heimatlandes ist. Die Erwartungen an den chinesischen Markt sind entsprechend hoch.

Mit seiner aktuellen Kollektion verbindet Loewe das Beste aus beiden Welten – die magische Zug- und Symbolkraft des Pandas auf chinesischer Seite und handgefertigte Luxusprodukte aus exquisitem Leder „Made in Spain“. ¡Viva el panda! at

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Aus der Masse herausragen – Die neue individuelle Exklusivität chinesischer Luxuskäufer

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Flughafenwerbung von BMW. © at

Veröffentlicht in: ChinaContact, 09/2016

Chinesische Verbraucher kaufen so viele Luxusgüter wie nie. Ob Limousinen, Handtaschen, Kosmetika oder Elektroartikel, 2015 standen sie für fast die Hälfte des weltweiten Luxusumsatzes. Welches Unternehmen möchte nicht Teil dieser Erfolgsgeschichte sein und in der Gunst kaufkräftiger Chinesen ganz oben stehen? Seit der Öffnung des Landes hat sich gezeigt, dass China stets attraktive Chancen und Potenziale bietet. Doch die Marktbearbeitung ist alles andere als einfach. Der Grad zwischen hoher Erwartung und schneller Enttäuschung ist schmal.

Mit seiner Öffnungs- und Reformpolitik leitete Deng Xiaoping 1978 eine Zeit gravierender Umbrüche und okzidentaler Einflüsse ein, in der sich China von einem der ärmsten Länder zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt entwickelte, das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen im landesweiten Durchschnitt signifikant anstieg und sich ein relativ kaufkräftiger urbaner Mittelstand herausbildete. Diese Käuferschicht strebt nach innovativen Produkten, die im Ausland populär und führend sind. Hochpreisigere Produkte, vor allem Luxus- und Importmarken, genießen einen höheren Vertrauensvorschuss und werden mit Vor- und Leitbildfunktionen verknüpft. Prestigewert, Status und Macht sind relevante Kauffaktoren, schließlich werden Erfolg und Wohlstand mit dem Wunsch verbunden, dass andere diesen wahrnehmen. Sind Luxusprodukte jedoch ubiquitär im Umlauf, bieten sie kein Alleinstellungsmerkmal. Zunehmend geht es den Besserverdienenden folglich nicht allein darum, als reich wahrgenommen zu werden, sondern über das Produkt im Sinne einer „individuellen Exklusivität“ den eigenen Stil zu fördern, aus der Anonymität der millionenfachen Masse herauszutreten, dynamisch-modern, international und anders zu sein. In mancher Hinsicht erinnert dieses Phänomen an das goldene Zeitalter der 1920er und 1930er in Shanghai. Zu jener Zeit umwarb Nivea seine Zielgruppe mit dem Slogan, dass gesunde und schöne Haut von allen bewundert wird (肌肤健美 人人羡爱).

Erlebniswelten rund um die Marke

Bei ausländischen Herstellern von Luxus- und Premiumprodukten ist die aufstrebende chinesische Mittelschicht sehr begehrt. Zahlreiche Luxusmarken haben daher in China eigene Boutiquen eröffnet, in denen potenzielle Kunden mit ihrer Marke in Kontakt treten und in eine interaktive 360-Grad-Erlebniswelt eintauchen können. Der Bedeutung des Marktes entsprechend eröffnete beispielsweise Meissen Couture 2015 seinen weltgrößten Store in Shanghai. Auch das Modelabel Jil Sander ist in der Stadt präsent.

Produkte werden zum Teil an lokale Präferenzen und Verwendungsgewohnheiten angepasst. Oberklassewagen beispielsweise werden in China vornehmlich von Chauffeuren gefahren. Es gilt somit, die Ausstattung und den Komfort im Fond zu erhöhen wie Sitzabstand oder Unterhaltungselektronik. Werbeplakate für die BMW-7er-Serie unterstreichen diese Ausrichtung.

Drache der 10.000 Schätze

BMW ist bei Chinesen eher als „Schatzpferd“ (宝马, bao ma) bekannt, so lassen sich die beiden Schriftzeichen des in die chinesische Sprache übertragenen Namens übersetzen. Bei diesem Schritt ist stets besondere Sensibilität gefragt, denn die zu wählenden Schriftzeichen sollen nicht nur vertrauensvoll, aussagekräftig und elegant sein, sondern bei der Zielgruppe auch positive Assoziationen wecken. Montblanc heißt „wan bao long“ (万宝龙), übersetzt: „10.000-Schatz-Drache“. Der chinesische Name des Essig- und Feinkostproduzenten Kühne ist 冠利 (guan li), was sich aus „der Beste“ und „Gewinn“ zusammensetzt, und Nivea – 妮维雅 (ni wei ya) – verspricht, die Eleganz zu bewahren.

Der Zielgruppe Gesicht“ geben

In der Kommunikation sind Ansprache und Gestaltungselemente so einzusetzen, dass dem Käufer „Gesicht“ gegeben wird. Drei langfristig gültige Einfluss- und Erfolgsfaktoren, die die Qualitätswahrnehmung und Kaufentscheidung chinesischer Kunden maßgeblich beeinflussen und in der Vermarktung genutzt werden, sind die Integration des Ursprungslandes, der Einsatz von Persönlichkeiten und Meinungsführern sowie ein Verweis auf eine lange Markentradition. Beispielsweise stehen auf Werbeplakaten von A. Lange & Söhne die beiden Schriftzeichen für Deutschland vor dem chinesischen Markennamen (德国郎格). Montblanc hat als Markenbotschafter das chinesische Badmintontalent Lin Dan engagiert und weist Kunden auf seine 110-jährige legendäre Pioniergeschichte hin (110年先 锋传奇). Steinway wiederum hat den Ausnahmepianisten Lang Lang unter Vertrag.

Auch bietet sich die Nutzung von Gestaltungselementen wie Farben, Tiere, Pflanzen, Zahlen, Bauwerke oder Gegenstände an. Dieser Fundus ist aufgrund der jahrtausendealten Kultur reichhaltig, doch können sich hier subtile Zwei- und Mehrdeutigkeiten
verstecken. Diese gilt es im Vorhinein zu
erkennen und deren
Einsatz hat mit bewusster Überlegung
zu erfolgen. Die positive Wirkung der zwölf Tiere des zyklischen Tierkreises benutzten ausländische Unternehmen wie BASF schon vor über einhundert Jahren. Im aktuellen Jahr des Affen ist dieser nicht nur auf Konsumgütern zu sehen, auch Luxusmarken wie Bally, Burberry, Estée Lauder oder Gucci brachten Sondereditionen auf den Markt und dekorierten ihre Schaufenster dem Anlass entsprechend. Zu Feiertagen sind auch Geschenkpackungen sehr beliebt, die nicht nur im lokalen Regal angeboten werden, sondern auch im Duty-Free-Bereich an ausländischen Flughäfen. Über 120 Millionen Chinesen reisten 2015 ins Ausland und belegten im Konsumranking den ersten Platz. Die Rothschild Weinmarke Mouton Cadet beispielsweise platzierte zum chinesischen Neujahrsfest 2015 einen auffälligen Aufsteller im Zeichen des Schafs bei Heinemann in Frankfurt.

Werbemarkt der Superlative

An chinesischen Flughäfen ist eine hohe Konzentration an Werbung für Luxusgüter zu beobachten. Aber auch moderne Technologien rücken in den Blick, schließlich kaufen chinesische Konsumenten einer aktuellen Studie nach 50 Prozent ihrer Luxusgüter online und mobil. China hat nicht nur die größte aktive Internetbevölkerung, es ist im globalen Vergleich auch der bedeutendste E-Commerce- und Smartphonemarkt. Die chinesische Mittelklasse ist digital aktiv und in sozialen Medienapps wie WeChat vernetzt. WeChat zählt über 760 Millionen aktive Nutzer. Zahlreiche Unternehmen haben hier ebenso Profile, und Fans können mit ihren bevorzugten Marken vernetzt sein.

Auf dem Weg zur Chinability

Das Chinageschäft ist komplex, anspruchsvoll und herausfordernd. Maßgeblich entscheidend für den Erfolg und eine positive Antwort auf die Frage nach der „Chinability“ des eigenen Unternehmens ist die Fähigkeit, ein Verständnis für den chinesischen Markt frei von westlichen Denkmodellen zu entwickeln sowie die kontinuierliche Bereitschaft für neues Lernen und unvoreingenommenes Hinterfragen. Schließlich ist China als Gegenprinzip zum Westen in seiner Heterogenität zugleich noch dynamisch. Wer bereit ist, sich dieser Herausforderung zu stellen, wird mit unternehmerischem Gespür, interkulturellem Talent und Ausdauer sein eigenes Erfolgskapitel aufschlagen. at

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The Long March to Marketing Chinability – Cultural Intelligence and Business Success

GC Ticker 04.2016

German Chamber Ticker 04 ⎜ 2016

by DR. DR. ANDREAS TANK

Doing business in China is not a sprint but a Long March. Even after almost four decades of reform and opening, success factors for many companies remain a great unknown. Aside from economic conditions and government influence, foreign culture and language in particular prevent companies from obtaining the crucial access to the market. Reports of extraordinary success but also disastrous failure circulate in the media and help to establish an ambivalent viewpoint of fascination and fear. High expectations easily turn into disappointment.

Profound China competence is a key competitive advantage. Knowledge of the Chinese market and careful preparation of entrepreneurial activities reduce risk and increase the potential of turning opportunities into success. This includes willingness to learn new things and, due to the heterogeneity and dynamics of the market, to continually question the current state. Too often have Westerners tried to incorporate their experiences and perceptions of China into Western theories and models and thus provoked serious misjudgments.

Which factors should foreign brands pay attention to when they aim to enter the Chinese market? To what extent does the Chinese market allow for the implementation of internationally standardized strategies or insist on adapting to local conditions?

Overlay of Traditional and Modern Influences

5,000 years of continuous cultural history shape the socialization of consumers and significantly determine factors such as purchasing behavior, preference system and benefit expectations. The rapid development since Deng Xiaoping’s reform and opening policy in 1978 led to an overlay of traditional and modern influences, and strong regional disparities, so in fact – despite from the unifying culture – China has to be regarded as many countries instead of just one. If we compare the geographical size of China and Europe, the typical „Chinese“ consumer is equivalent to expecting identical consumer behavior all the way from the Northern Cape to Gibraltar.

In the course of the market opening a new generation grew up, known as “little emperors,” which was in many ways different from the previous generations who had spent their childhood in a closed society, marked by famine in the „Great Leap Forward“ (from 1958) and extreme violence during the „Cultural Revolution“ (from 1966). The following generation grew up in a time of significant change and occidental influences, when China developed from one of the poorest countries into the second largest economy in the world, substantially increasing the income per capita and forming a strong urban middle class. This group of buyers strives for innovative products that are popular and market leaders abroad. Higherpriced products, especially luxury and imported brands, enjoy a higher level of trust and are linked with model functions. Prestige, status and power are major influential factors on the purchase act, because success and wealth are connected with the desire that they are recognized by others. Consequently products are perceived as especially attractive if they promote individuality and unique style and enable customers to emerge from the anonymity of the mass of millions, to be seen as dynamic, modern, international and different. MasterCard, for example, as part of its „Priceless Beijing“ campaign praises an exclusive stay at the Beijing Summer Palace: „Bask in the magic of the Summer Palace without the crowds.“ This is emphasized by slogans such as „The best or nothing“ from Mercedes; „Raise Your Standards“ from Radeberger; and „Be different!“ from the supermarket chain Olé. Studies have elicited, that also the rapid rise in consumption of coffee in China is linked to this phenomenon: The success of Starbucks is primarily due to the expected status gain for the customer and only secondarily because of the taste preference.

Product Adjustment due to Local Consumer Habits

Differences between East and West can also be seen in the consumer habits. The classic example is the automotive sector: In Western countries luxury cars are mostly driven by owners and in China mainly by chauffeurs. It is therefore important to improve the equipment and comfort in the rear, such as seat spacing or entertainment electronics. Promotional banners for the BMW 5 series show a spacious rear with a built-in screen and folding table for working on a laptop. An example from the FMCG sector is Lipton. While synonymous with tea bags in Western countries, in China loose leaf tea is also available. Although the traditional company established leadership in the tea bag segment with its black tea „Yellow Label“ only five years after entering the market, a sustainable development for growth required the mentioned localization measures. When researching the usage habits of the target group, consumption size and technical equipment of Chinese households also need to be analyzed. For example, an oven is not a common feature of a Chinese kitchen. Consequently, at their Shanghai branch, Dr. Oetker produces pizzas for preparation in the microwave. The consumption size again is dependent on factors such as household size, housing space, political guidelines or level of purchasing power, all having an impact on the buying and storage behavior. Especially in consumer goods, there is a strong presence of smaller packaging. Shampoos from brands such as Vidal Sassoon, head&shoulders and Pantene Pro-V are available in packages of 5ml. Kellogg’s Cornflakes other than the 500g package are also offered in 25g, 150g, 275g, and 340g packages. The purchasing capacity includes a psychological component since smaller packaging is absolutely not only cheaper but also suggests a minimal risk of failed purchase for the consistently high number of first-time buyers.

Taste Preferences Related to Nutrition and Medicine

Adjustments can also be found in the flavor of food. Here it needs to be considered that Chinese food, through a tight and long lasting connection over millennia between diet and medicine, has always also been functional. Food is consumed not only because of its taste, smell or color, but especially because of its perceived positive effect: Lay’s offers chips with cucumber flavor and praises them based on their dietetic characteristics for being cooling and refreshing. Due to this background, highlighting health benefits is advantageous: On its yoghurts Zott writes “Contains Calcium” and Lactana infant food from Töpfer emphasizes its organic farming. Many Western companies have their products tailored to Chinese preferences: Cornetto offers taro and milk flavor, Colgate has a green tea note, Pretz has a Beijing duck version, as well as Shanghai crab and spicy Sichuan tofu, while Starbucks sells red bean and green tea Frappuccinos.

“A Lot of Joy Star” and “Horse Brand”

In the context of specific product planning, the suitability of the packaging and its promotional and protective functions need to be checked. In general, brands strive to adapt their packaging as little as possible. In China, the need for change arises by integrating the Chinese characters of the localized brand name. In its adaptation, special sensitivity is required. The chosen Chinese characters should not only be truthful and meaningful, but also elegant and evoke positive associations. Moreover, it is important to avoid pitfalls caused by homophones. The American drink 7Up was at first literally translated into “qi shang” ( 七 上 ). For the Chinese, this unintentionally created associations with “qi shangchuang” ( 七上床 ): go to bed seven times. Therefore, the drink was renamed into “Seven delights” ( 七 喜 , qi xi). The majority of foreign companies try to translate their names so they are either phonetically similar or still carry the right meaning. Coca-Cola is called “kekou kele” ( 可 口 可 乐 ), translated: “tasty and makes you happy.” The Chinese name for Lego is 乐 高 (le gao), which comes from “joy” and “big” combined, Donut King is “a lot of joy star” (多乐星, duo le xing). Continental tires are known under the name “horse brand” ( 马 牌 , ma pai) and Nestlé – linguistically the diminutive of „nest“ in Southern German – is called „sparrow’s nest“ ( 雀巢 , que chao).

Red and Gold Dominate Gift Packaging and Holidays

In the aesthetics of product presentation, colors and shapes also have to be considered, their culture-specific meaning open up a wide field for wrong decisions. For example H&M doesn’t have green hats in the Chinese assortment, since the expression “dai lü maozi” ( 戴 绿 帽 子 ) – wear a green hat – means a man has been cheated on by his wife. While distinctive brand colors are usually not adapted, market active companies consider Chinese color preferences, especially on holidays or for special occasions, with the colors red, yellow and gold being primarily used. For Spring Festival Schiesser offers red underwear with a golden imprint of the respective zodiac sign and places this into a golden package, windows of Nespresso boutiques show red coffee machines, the employees of Apple stores wear red instead of blue shirts, and Smart introduced a red-gold special edition in the Dragon year.

Last but not least, the protective function must take the distribution conditions and climate zones into account which, due to the continental expanse of the country regionally and over the year, differ extremely from each other: from drought and cold to humidity and heat. When the product quality suffers, adjustments are a must. Nevertheless, the price has to be taken into consideration, in order to remain attractive in the competitive Chinese market.

Giving „Face“ to the Buyer

Also in the preparation of the communication strategy, sensitivity is a key factor for success. Cultural differences have an effect on the positioning, the benefits and reasons to believe. In addition, the Chinese advertising market is highly regulated. It is necessary to determine whether the values embodied by a brand or product are accepted in China and in which way their content and messages can be effectively communicated. Generally, use of superlatives is prohibited, as well as too revealing advertising motifs or integrating political topics and national elements. According to the vision of the political leadership, role model characters should be shown in advertising. This can be done, for example, by displaying harmonious families, well-behaved children or collectivist behavior such as sharing of knowledge with the community. Tonality and design elements are to be used in a way so that „face“ is given to the buyer. This requires in-depth China expertise, because although a strong symbol orientation of Chinese society provides a rich source of design elements, it is also color, animals, plants, numbers, buildings or objects that hide subtle ambiguities that need to be identified in advance and used with consideration. The positive effect of the twelve animals of the zodiac cycle, for example, has already been used by foreign companies such as BASF for over a hundred years. The same applies to the country-of-origin effect, because the origin significantly influences the purchasing decisions of Chinese customers. If the country of origin evokes a positive image, it is recommended to use this as a tool of communication. Silit designed cooking pots in black, red, gold for the product display, Brita advertises „Imported from Germany“ and the fashion brand Hollister expresses its origins on large screens with live connections to Californian beaches.

Advertising Market of Superlatives

The strong momentum that drives modern China is also reflected in the advertising market, which is the world’s second largest after the US and is growing twice as fast as the American market. Modern technology is the most significant driver here. China not only has the largest active Internet population, it is by global comparison, the largest ecommerce and smartphone market. The Chinese middle class is digitally active and networked through social media apps like WeChat. WeChat has over 700 million active users. Many companies also have WeChat profiles, so fans can be connected to their favorite brands when they add it to their network. Whether it is product information or games, here it is important to create an additional incentive to earn the continued interest and loyalty of its fan base.

On the Way to Chinability

Doing business in China is complex, demanding and challenging. Entrepreneurial activities are to a great extent influenced not only by economic conditions and government directives but also by culturally specific behavior patterns and conventions. Decisive for company success and a positive answer to the question of „Chinability“ is and remains the China expertise of its staff and not least their longterm assignments in the country. Headquarters also have tasks to do, because substantial success diminishing risks do not automatically come from the market, they are also within the company, in the inability to integrate local realities into established systems. The metaphor of the Long March, drawn at the beginning, is confirmed again and again. Those willing to take on this demanding challenge, with their entrepreneurial sense and intercultural talent will successfully make their way on the topography of the Chinese globe. at

http://china.ahk.de/gc-ticker/magazine/the-future-of-mobility/gc-ticker-20164-f2/

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Die 8 des Wohlstands – Symbolträchtige Kreditkartenwerbung

Kreditkartenwerbung im Zeichen der Acht. © at

Kreditkartenwerbung im Zeichen der Acht. © at

Die Zahl 8 ist im chinesischen Alltag omnipräsent. Ob Autokennzeichen, Telefonnummern oder Werbeanzeigen – allerorts fällt sie ins Auge. Die Beliebtheit ist wenig verwunderlich, schließlich wird die symbolträchtige 8 (八, ba) mit „reich werden“ (发财, fa cai) in Verbindung gebracht. Auf einer Plakatwerbung der Shanghai Rural Commercial Bank und der Australia and New Zealand Banking Group auf dem Flughafen Shanghai Hongqiao kommt die positive Zahl auf der abgebildeten Platin-Kreditkarte gleich 10 Mal vor. Wer auch die davorstehenden Einsen in Betracht zieht, kann zu der Bedeutung „reich sein wollen“ kommen, schließlich ist die 1 (幺, yao) homophon mit „wollen“ (要, yao). 10 Mal die 8 lässt sich noch steigern: Auf einem Union Pay Großflächenplakat am Hongkonger Flughafen taucht sie gleich vierzehnmal auf. Soviel Reichtum? Die Anzeige lässt keine Frage offen: „Dream it? Live it!“. at

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People Mountain People Sea – Visa setzt auf chinesische Redewendungen

VISA: People mountain people sea. © at

Visa: People mountain people sea. © at

Redewendungen sind in China sehr beliebt. Sie unterstützen die indirekte Ausdrucksweise, unterstreichen dennoch die Bedeutung einer Aussage und sind über allem leicht einprägsam. Vor allem die Kreditkartengesellschaft Visa setzt in ihren Kommunikationsmaßnahmen auf dieses sprachliche Mittel. So wurde bereits der legendäre Slogan „Die Freiheit nehm ich mir“ mit „Unendliches Meer und grenzenloser Himmel“ (海阔天空, haikuo tiankong) in die chinesische Sprache übertragen. Der aktuelle Slogan heißt „Everywhere you want to be“ – und welcher Ort mag dieses beispielsweise für den nächsten Urlaub sein? Wer kennt sie nicht, die Fotos von überfüllten chinesischen Stränden! 人山人海 (ren shan ren hai) heißt folglich die Redewendung in der aktuellen Sommerwerbung. „Chinglish“ auch bekannt als „People Mountain People Sea“ steht sie für eine schier gewaltige Masse an Menschen, Berge an Menschen, Menschenmeere. Mit Visa, so die Suggestion des Werbeposters, ist die Realität eine andere: Mit Freunden an einem menschenleeren Strand verweilen, im türkisblauen Wasser surfen, mit Blumenkranz im Haar einen Kaffee trinken, und im nostalgischen VW Bulli Ukulele spielen. So darf ein Urlaub gerne aussehen. at

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Chinesische Automarke Rote Fahne bereit zum Aufstieg

Hongqi H7. © at

Hongqi H7. © at

Bei der Übertragung von Markennamen in die chinesische Sprache ist große Sensibilität gefragt. Vor allem Homophone können zu einer unbeabsichtigten Wirkung führen. Doch im Optimalfall lassen sich diese auch geschickt einsetzen. So zum Beispiel bei dem Modell H7 von Hongqi, das gerade unter anderem am Hauptstadtflughafen Beijing umworben wird. Der Markenname Hongqi bedeutet übersetzt „rote Fahne“ (红旗), wobei Fahne (旗, qi) und die Zahl 7 (七, qi) im Chinesischen Gleichlaute sind. Der Name des aktualisierten Modells ist vor diesem Hintergrund besonders einprägsam. Der Zahl Sieben wiederum wird Positives nachgesagt, schließlich erinnert sie an „Aufstieg“ (起, qi). Auch die Telefonnummer 171717 hat eine Doppelbedeutung, schließlich ist die 1 (幺, yao) homophon mit „wollen“ (要, yao): „yao qi“ = „die Sieben wollen“. Gegründet im Jahr 1958 ist Hongqi Chinas älteste Automarke und hat eine lange Tradition vor allem mit Repräsentationslimousinen für Präsidenten und Minister. Mit dem H7 versucht die Kultmarke nun, die Legende wieder aufzuleben und sich auch bei der kaufkräftigen chinesischen Mittelschicht zu etablieren. at

Hongqi H7 Werbung am Beijing Capital International Airport. © at

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Sommerzeit ist Magnum-Zeit

Schlangestehen vor dem Magnum Pleasure Store in Beijing. © at

Schlangestehen vor dem Magnum Pleasure Store in Beijing. © at

Nach dem großen Erfolg des Magnum Pleasure Store 2015 in Shanghai folgt nun im Sommer 2016 die Fortsetzung in der chinesischen Hauptstadt Beijing. In der populären und belebten Einkaufsmall Taikoo Li Sanlitun (太古里三里屯) können sich Magnum-Fans jetzt frei nach dem Motto „Make My Magnum“ ihre eigene Traumeiskreation zusammenstellen und ihren individuellen Gestaltungsmöglichkeiten freien Raum lassen. In der Werbung setzt Magnum, dessen chinesischer Markenname 梦龙 sich aus den Schriftzeichen für Traum (梦, meng) und Drache (龙, long) zusammensetzt, auf die beliebte Schauspielerin Gao Yuanyuan (高圆圆). Und natürlich auf die Qualität der Inhaltsstoffe. Die knusprige Schokolade wird schließlich zu 100% aus Belgien importiert (100%进口比利时巧克力脆层). Ob bei Regen oder Sonnenschein, die langen Schlangen vor dem Magnum Pleasure Store sprechen auch in diesem Jahr wieder für sich. at

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