Süßer die Kassen nie klingeln

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Kaum sind die Halloween-Kürbisse aus den Schaufenstern verschwunden, wird es auch in China weihnachtlich. Bunte Christbaumkugeln und große rote Kerzen auf silbernen Leuchtern schmücken die Auslage von Glashütte, ein weißer Schneemann, ein Rentier und ein großes Herz schmücken die Vitrine von Louis Vuitton und im Schaufenster von Moncler sieht man unzählige Schneemänner mit roten Mützen und Schals beim Skifahren. Starbucks wiederum hat die Kampagne „Brewing a Merry Christmas“ gestartet: Als saisonale Getränke gibt es einen Christmas Panettone Latte, einen Toffee Nut Flavored Crunch Latte und einen Christmas Pine Nut White Chocolate Flavored Mocha. Wem dieses nicht genug ist, der kann sich einen Weihnachtselchkuchen mit dem bekannten Rentier Rudolph oder einen Weihnachtszirkuskuchen mit einem Fuchs bestellen. Natürlich bietet die amerkanische Kaffeekette ihren Konsumenten auch dieses Jahr wieder ein umfangreiches Sortiment an weihnachtlichen Bechern, Gläsern und Thermoskannen an.

Von den großen Einkaufszentren über Hotels bis hin zum Schaufenster lokaler chinesischer Banken hat das Weihnachtsfest als kommerzielles Ereignis Einzug gehalten. „Allüberall auf den Tannenspitzen sah ich goldene Lichtlein sitzen…“ galt nicht nur einst im Weihnachtsgedicht Knecht Ruprecht von Theodor Storm. Man stelle sich dagegen vor, hinter dem „Walde“ hätte eine Stadt wie Shanghai, Peking oder Kanton gelegen… „Ich soll nur noch in diese Stadt, wo’s eitel gute Kinder hat“ – Hier wäre der alte Gesell im Wettbewerb mit all dem Glanz und Pomp auf seinen Äpfeln, Nüssen und Mandelkernen sitzengeblieben und hätte die Rute zücken müssen. Doch während die Frage „Sind’s gute Kind‘, sind’s böse Kind‘?“ auch weiterhin unbeantwortet bleibt, klingeln die Kassen indes süßer als jemals zuvor. at

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Peet’s Coffee in Shanghai – Wenn das Soft Opening zum Hot Opening wird

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Der chinesische Kaffeemarkt boomt Statistiken zufolge mit Zuwächsen von bis zu 20%. Innerhalb der nächsten 10 Jahre soll die Volksrepublik in die Riege der weltweiten Top 10 Kaffeemärkte aufsteigen. Das Potenzial ist bedeutend: Während der jährliche Konsum in Shanghai, Guangzhou und Beijing ein Niveau von jährlich 20 Tassen erreicht hat, liegt der landesweite Durchschnitt erst bei fünf bis sechs Tassen. Zudem sind Parallelen zu dem Siegeszug des anregenden Bohnengetränkes im japanischen Markt vor 40 Jahren unverkennbar, einst ein traditionelles „Teeland“ ist der Inselstaat heute eines der Spitzenländer beim Kaffekonsum.

In Chinas Metropolen schießen kleine Cafés aktuell wie Pilze aus dem Boden, und beinahe gilt es, dass keinen Geschäftssinn hat, wer nicht auch eines eröffnet. Große Ketten feuern den Markt zusätzlich an: Nescafé führte mit einer großen Werbekampagne 2016 eine Dolce Gusto Kapselmaschine ein, kurz darauf folgte Pacific Coffee mit einer Maschine im Panda-Look und 2017 zog der chinesische Technologiegigant Xiaomi mit einem Gerät für Nespresso-Kapseln nach. Nespresso dagegen richtete nach dem Motto „Yes! I had a REAL coffee“ in Fünf-Sterne-Hotels wie Park Hyatt oder JW Marriott Kaffeebars ein, Häagen-Dazs preist seinen Affogato an, Pret A Manger seinen Kaffee aus biologischem Anbau und Starbucks eröffnet nach mehreren Millionen US-Dollar Investitionen in Kürze seinen Roastery and Tasting Room in Shanghai.

Zeitgleich findet eine neue Individualisierung beim Kaffeekonsum statt: Costa Coffee bietet seit 2017 auch kalt- und handgebrühte Kaffees an; Konsumenten haben neuerdings die Wahl zwischen Herkunftsland, der Zubereitungsart und der Geschmacksrichtung: „Rich & Intense Sumatran“, „Round & Balanced Colombian“ oder „Sweet & Smooth Kenian“. Kleinere Boutiquebaristas gehen noch einen Schritt weiter, sie rösten nicht nur frisch vor Ort, hier kann man auch einen Filterkaffee aus der Chemex Karaffe bestellen oder für seinen Latte zwischen normaler, fettarmer oder Soja-Milch wählen.

Jüngster Neuzugang in Shanghai ist die kalifornische Kette Peet’s Coffee. Das 1966 in Berkeley gegründete Unternehmen machte sich schon früh einen Namen mit Spezialitätenkaffees und Tees und wurde zum Magnet für Kaffee-Aficionados in der San Francisco Bay Area. „For Coffee Lovers“ heißt es denn auch auf den Werbebannern vor dem ersten chinesischen Standort in der stark frequentierten Donghu Straße. Kaum eröffnet und offiziell noch in der „Soft Opening“-Phase, stehen am Wochenende Schlangen vor dem Geschäft, um zu den allerersten Besuchern zu gehören. Das fördert das eigene Gesicht, und so wird die Wartezeit natürlich mit dem Schießen und Teilen von Selfies in den Sozialen Medien genutzt. Während sich die Schlangen die Beine in den Bauch stehen, strömt frischer Röstgeruch aus dem Café und die Qual der Wahl beginnt: Peet’s bietet neben einem umfangreichen heißen und kalten Standardsortiment die vier Zubereitungsarten Filter, Pressstempelkanne, Chemex und Syphon. Diese wiederum können mit zehn Röstungen kombiniert werden. Hier gibt es beispielsweise einen Yirgacheffe Kochere aus Äthiopien, Coproca aus Ruanda, Poás Doka Estate aus Costa Rica oder einen Batak aus Sumatra im Angebot.

Auch an diesem Wochenende reichen die Schlangen wieder bis weit auf den Bürgersteig. Peet’s Coffee ist das neueste heiße Thema der Stadt, eine „Hot Opening“ im besten Sinne! at

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Trick or Treat? Champagne!

Happy Yelloween! @ at

Happy Yelloween! @ at

Wer am heutigen Tag noch von Halloween spricht, hat verpasst, dass die französische Champagnermarke Veuve Clicquot Ponsardin den keltischen Volksbrauch kurzerhand in „Yelloween“ umbenannt und einen eigenen Hashtag #Yelloween eingeführt hat. In chinesischen Luxussupermärkten ist die Zweitplatzierung mit Kürbissen, Vampiren und schwarzen Eulen mit leuchtend gelben Augen kaum zu übersehen.

Das 1772 in Reims gegründete Unternehmen, das heute zur LVMH Gruppe gehört, hat keine Kosten und Mühen gespart, um diesen in China immer beliebter werdenden und mittlerweile von unzähligen Marken verkaufsfördernd genutzten Anlass mit seinem Champagner in Verbindung zu bringen. In der neu eröffneten Einkaufsmall HKRI Taikoo Hui in Shanghai präsentierte sich Veuve Clicquot dem kaufkräftigen Mittelstand mit gleich zwei Eventflächen. Während zum Galaabend lediglich selektierte VIPs eingeladen waren und die Korken knallen ließen, boten sich auch tagsüber für die Passanten zahlreiche Fotogelegenheiten. Die Yelloween-Aufnahmen wurden nicht nur eifrig im eigenen Freundeskreis auf WeChat oder Weibo geteilt, wer den WeChat QR-Code von Veuve Clicquot scannte und zum Follower wurde, bekam zum Anreiz ein Glas erfrischenden Schampus. Yelloween: Das neue Halloween für Erwachsene… Trick or Treat? Champagne! at

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Teekanne x Shanghai Fashion Weekend

Teekanne x Shanghai Fashion Weekend. @ at

Teekanne x Shanghai Fashion Weekend. @ at

Unter dem Motto „Fashion without Boundaries“ startete heute in Shanghai in der Alten Hauptpost anno 1924 das angesagte „Shanghai Fashion Weekend / 时尚周末“. Als „Blitz von Shanghai, Herzschlag der Mode“ kombiniert das beliebte Event extravagante Mode, Darbietungen, interaktive Ausstellungen sowie Verkaufsstände von aufstrebenden Modedesignern und Lifestyle-Brands.

Dieses Jahr mit von der Partie ist auch der deutsche Teemarktführer Teekanne. Das 1882 gegründete Unternehmen ist bereits seit einigen Jahren in China aktiv und hat für seine Qualitätsprodukte auf der bedeutenden eCommerce-Plattform TMall einen Flagship-Store. In diesem bietet Deutschlands bekannteste Teemarke vor allem sein Sortiment hochwertiger Früchtetees an. Die Kombinationen Apfel & Pfirsich, Himbeere & Erdbeere sowie Minze & Zitrone gelten je nach Saison als beliebteste Wahl chinesischer Konsumenten. China ist ein Land mit einer jahrtausendealten Teekultur, Jasmintee gilt als Nationalgetränk. Als Kontrapunkt zu traditionellen chinesischen Tees positioniert sich Teekanne mit seinem trendigen Früchtetee-Portfolio als deutsches Fashion-Teegetränk (从德国来的时尚茶饮). Hier darf auch das Produktversprechen „Quality Guarantee – Product of Germany“ auf der Verpackung nicht fehlen.

An den drei Eventtagen werden täglich ca. 10.000 Besucher erwartet. Neben Produktdarbietung, Verkostung und Verkaufsberatung bietet die Düsseldorfer Weltmarke in Zusammenarbeit mit dem Schminklabel Glamourlab Make-Up-Sessions an, und bei Bestellungen auf dem TMall-Onlinestore gibt es ein kostenloses Teeglas aus dem Hause Teekanne.

Von Mode bis Tee und über die Extravaganza des Shanghai Fashion Weekend hinaus: Attraktive Fashionbrands stecken voller Potenzial, neue Trends zu setzen. at

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Von Mondkuchen, einem Jadehasen und dem Pulver der Unsterblichkeit

Mondkuchen von Oreo. @ at

Mondkuchen von Oreo. @ at

Wenn sich in chinesischen Supermärkten, Hotels oder Kaffeeketten alljährlich die Geschenkboxen für Mondkuchen stapeln, dann steht das Mittherbstfest unmittelbar bevor. Ob Starbucks, Disney, Godiva oder Oreo – sie alle nutzen den traditionellen chinesischen Feiertag und überbieten sich gegenseitig mit attraktiven Verpackungsdesigns und interessanten Geschmacksrichtungen. Vor allem zwei Graphikelemente springen ins Auge: Vollmond und Hase. Was hat es mit diesen auf sich?

Nach dem alten chinesischen Kalender beginnt jeder Monat am Neumondstag, folglich ist am 15. Tag Vollmond. Das Mittherbst- oder auch Mondfest (中秋节, zhongqiujie) wird am 15. Tag des achten Vollmonds nach dem chinesischen Neujahrsfest gefeiert. Im Jahr 2017 fällt es auf den 4. Oktober. Chinesische Kaiser opferten am Tag des Erntemonds dem Erdtrabanten für eine reiche Ernte. Die dargebrachten Gaben zur Beschenkung des Mondes hatten allesamt eine symbolische Bedeutung. Melonen beispielsweise drückten den Wunsch aus, dass die Familie vollzählig vereint bleiben möge, Granatäpfel deuteten auf reichen Kindersegen und Äpfel auf Frieden. In Anlehnung an die volle Mondscheibe wurden für dieses Fest große, runde Kuchen gebacken – Mondkuchen (月饼, yuebing) –, auf deren Oberfläche Gegenstände dargestellt wurden, die man im Vollmond zu erblicken meinte.

An erster Stelle: ein Hase, eines der zwölf Tiere des zyklischen Tierkreiszeichens. Während der Feierlichkeiten rund um das Mondfest erhielten Kinder aus diesem Grund tönerne Hasen als Geschenk. Der weiße rotäugige Hase, auch Jadehase genannt, stößt mit einem Stößel kurz vor Sonnenaufgang zwischen 5 und 7 Uhr in seinem Mörser die Rinde des mystischen Zimtbaumes und stellt ein Pulver her, das Unsterblichkeit gewährt. Der Mondhase ist damit ein Symbol für langes Leben (长寿, changshou).

Der Zimtbaum blüht zeitgleich zum Mittherbstfest und gilt infolgedessen als Blüte des Herbstes. Der mystische Zimtbaum wiederum wächst im Hofe des Mondpalastes – dem sogenannten Palast der weiten Kälte (广寒宫, guanghangong) –, und der Überlieferung nach so üppig, dass er mit der Zeit den ganzen Glanz des Mondes beschatten würde. In dem Märchen von der Mondfee muss er folglich alle tausend Jahre einmal abgehauen werden. Oder von einem Mann im Mond, der allerdings ikonographisch wenig mit dem deutschen Volksglauben, einem freundlichen Mondgesicht oder als symbolisches Exil für Überschreiter christlicher Gesetze gemein hat, sondern eher als chinesischer Sisyphos gilt: Wu Gang (吴刚). Laut Mythos, der seinen Ursprung spätestens in der Tang-Dynastie (618-907) findet, versucht er jede Nacht, den mystischen Zimtbaum abzuhacken, aber bis zum Folgetag ist er wieder neu gewachsen. Die Blüten des Zimtbaumes haben einen sehr wohlriechenden Duft. Die Redewendung „einen Zimtzweig abbrechen“ (折桂, zhegui) besagt, die Staatsprüfungen zu bestehen, weil man dadurch nach allen Seiten gut duftet, sprich eine hohe Anstellung (贵, gui) erringt. Die erfolgreichen Absolventen werden auch als Zimtsöhne oder Orchideenenkel bezeichnet.

Für den Zustand der Unsterblichkeit ist die Verschmelzung der universellen Gegensätze Yin (weiblich) und Yang (männlich) Voraussetzung, wie die Symbole Stößel und Mörser unschwer zum Ausdruck bringen. In einer anderen Überlieferung kommt es zu einer Vereinigung der dreibeinigen Goldkrähe, die in der Sonne wohnt (Yang), und dem Jadehasen auf dem Mond (Yin). In seinem Buch „China – Das Reich der Mitte einst und jetzt“ schreibt der Freiburger Ethnologe und Reiseschriftsteller Joseph Lauterer 1910: „Macht man einen Topf aus himmlischem und irdischem Material, mischt den Hasen mit der Krähe und läßt beide in dem Topfe sieden, bis sie zum gelben Weg Hwang To (der Ekliptik) getrieben sind, so ist man gewiß, die ‚Goldene Pille der Unsterblichkeit‘ oder die ‚Wirkliche Kenntnis‘ zu erhalten, welche auch ‚Weißer Schnee‘, ‚Perlenkorn‘, ‚Gelbe Knospe‘ oder ‚Goldene Blume‘ heißt.“

Der chinesischen Mythologie nach leben weder der Jadehase noch die Goldkrähe allein auf ihren Planeten. In dem legendären Mondpalast residiert die Mondgöttin Chang’e (嫦娥). Sie soll die Frau des Bogenschützen Houyi (后羿) sein, der seinen Wohnsitz auf der Sonne hat. Houyi hatte einst das Kraut der Unsterblichkeit von der Königsmutter des Westens Xiwangmu (西王母) erhalten. Während seiner Abwesenheit aß Chang’e dieses Kraut, wurde unsterblich und stieg zum Mond auf. In Anlehnung an diese Sage werden die Raumfahrzeuge des chinesischen Mondprogramms nach ihr benannt. Sie wird oft als vornehme Dame abgebildet, an ihrer Seite zwei Kinder, die den Hasen mit seinem Stößel und Mörser bestaunen. Chang’e ist es schließlich zuzuschreiben, dass bei Vollmond neben dem Hasen und dem Schicksalsknaben Wu Gang auch eine dreibeinige Kröte zu sehen ist. Sie ist die verwandelte Chang’e und damit ein Mondsymbol, das ebenso für langes Leben steht. Zudem kann sie unerreichbare Wünsche versinnbildlichen, schließlich glaubte man, dass die Kröte den Mond verschlingen könne, beispielsweise bei Mondfinsternissen.

Aus Südchina ist der folgende Mondfestbrauch überliefert: Allgemein war es Sitte, dass ein heiratsfähiges Mädchen an einem von ihr bestimmten Tag Freier einlud und ihnen von einem Balkon aus einen Ball aus rotem Stoff und Federn zuwarf. Der Fänger wurde ihr Bräutigam. Als beliebtester Tag für diese Zeremonie galt das Mittherbstfest. Die Tanka schließlich, eine auf Booten lebende südchinesische Minderheit, feiern an diesem Tag zu Ehren eines frisch vermählten Ehepaares die folgende Zeremonie: An die Tür des Schlafzimmers wird ein Zimtbaum gestellt, unter dem sich eine Kröte und ein Hase befinden. Das Brautbett, der sogenannte Krötenpalast, wird verhängt und vor ihm werden Kerzen aufgestellt. Dann tritt eine alte Frau auf der Vorderseite des Bootes auf eine Plattform. Sie verkörpert die Königsmutter des Westens, vor ihr liegen glücksbringende Erdnüsse, Kürbiskerne, Zimtgebäck, Tee und Wein. Vor der vesammelten Familie tritt das Ehepaar in Hochzeitsgewändern in Erscheinung und stellt sich in das Mondlicht. Im Anschluss schreiten sie Richtung Brautzimmer – auch Mondpalast genannt – und halten vor dem Bett, dem Tor der Mondhalle. Mit Ermahnungen verlässt die alte Frau das Zimmer, bevor das Paar in den „Krötenpalast“ geleitet wird. Die rituell zum zweiten Mal vorgenommene Heirat steckt voller Mondsymbolik.

Die aufgeführten Unternehmen veranschaulichen, wie es westlichen Marktakteuren gelingt, lokale Feiertage erfolgsfördernd in ihr Chinageschäft zu integrieren. Die Analyse der mythologischen, kulturellen Hintergründe wiederum unterstreicht, wie entscheidend die Bereitschaft ist, den chinesischen Markt frei von westlichen Denkmodellen zu entwickeln und unvoreingenommen Neues zu lernen. Über allem darf Modernisierung nicht als Verwestlichung missverstanden werden. Auch heute ist China für viele Unternehmen eine Black Box, Erfolgs- und Einflussfaktoren, Hintergründe und Zusammenhänge bleiben unbekannt.

Die Auseinandersetzung mit China ist damit nicht zuletzt auch eine Auseinandersetzung mit sich selbst. Zahlreiche Entscheidungsträger scheitern an der selbstreflexiven Komponente, der konstruktiven Infragestellung ihrer bisherigen Erfolgsrezeptur und der notwendigen Erweiterung ihres Vorstellungsvermögens. Wer dagegen bereit ist, sich dieser anspruchsvollen Herausforderung zu stellen, wird mit unternehmerischem Gespür, interkulturellem Talent und Ausdauer die entscheidenden Steine ertasten, um trockenen Fußes den Fluss zu überqueren (摸着石头过河, mozhe shitou guohe). at

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Oktoberfest in China: Bier, Haxenburger und Thüringer Bratwürste

Thüringer Bratwurst-Burger bei McDonald's. @ at

Thüringer Bratwurst-Burger bei McDonald’s. @ at

235.000 Paar Schweinswürstl und 79.000 Schweinshaxen werden im Schnitt jedes Jahr auf dem Münchner Oktoberfest verspeist. Dieses Jahr werden über sechs Millionen Besucher auf dem größten Volksfest der Welt erwartet, darunter auch zahlreiche Touristen aus China.

Haxenburger bei Burger King. @ at

Haxenburger bei Burger King. @ at

Das Münchner Oktoberfest ist nicht nur ein Besuchermagnet mit weltweiter Ausstrahlung, sondern auch ein wahrhaftiger Exportschlager: Ob in Qingdao, Beijing oder Shanghai – jedes Jahr steigt die Zahl der Oktoberfeste im Reich der Mitte und nach dem Vorbild der Münchner Wiesn wird auch hierzulande zünftig gefeiert. Das Paulaner Bräuhaus in Shanghai wirbt mit frisch gebrautem All-You-Can-Drink Paulaner Oktoberfestbier und herzhaften, bayrischen Schmankerln. Für authentisch bayrische Stimmung sorgt eine Oktoberfestband, die eigens aus München eingeflogen wird.

Auch Burger King und McDonald’s setzen dieses Jahr auf die starke Strahlkraft des Oktoberfestes und haben stereotypisch-deutsche Spezialitäten im Angebot. Schon einmal einen Burger mit Schweinshaxe probiert? Dann auf zu Burger King: „Nice to MEAT you!“. McDonald’s dagegen hat sich zwar nicht aus Bayern, aber einer ebenso bekannten Hochburg deutscher Würstchen bedient: Gleich zwei Thüringer Bratwürste befinden sich mit einer ordentlichen Portion Senf zwischen den Brötchenhälften, natürlich zusätzlich zu den klassischen Fleischscheiben. Prost Mahlzeit, wohl bekomms! at

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David Ogilvy on China Advertising in 1983

China Advertising in 1983: Sanyo, Coca-Cola.

China Advertising in 1983: Sanyo, Coca-Cola.

„Until 1977 advertising in China was considered evil, so there wasn’t any. But in 1978 the government endorsed its use. The advertisements look like specification sheets. There are commercials on Chinese television, most of them for industrial products like electronic motors; the waste circulation must be astronomic. There is no need to advertise consumer products, because most of them are in short supply.

The most important advertising medium in China is radio, the communal speaker system reaching 75 per cent of the population. The commercials are broadcast twice a day, one after another. There are 40 local newspapers, but they consist of only two sheets and their advertising content is less than 25 per cent. There are 160 magazines, mostly devoted to trade and technical subjects, and there are billboards in the big cities.

There are no less than 67 advertising agencies, of which 17 are responsible for advertising Chinese products in foreign countries, and foreign products in China. Dentsu, the Japanese agency, has small offices in Peking and Shanghai, and McCann-Erickson has an office in Peking.“

China Advertising in 1983: Marlboro.

China Advertising in 1983: Marlboro.

Source: Ogilvy on Advertising, 1983, pp. 187-188.

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